Inselhopping auf Friesisch – unterwegs im Wohnmobil

Gastbloggerin erkundet Föhr und Amrum

Es ist früh am Morgen, als wir bei Schietwetter in Dagebüll an der Nordsee auf unsere Fähre nach Föhr warten. Für ein verlängertes Urlaubs-Wochenende probieren wir Nordsee-Inselhopping zwischen Föhr und Amrum  aus. Die Überfahrt nach Föhr dauert gerade einmal eine knappe Stunde, so wie die Weiterfahrt nach Amrum. Die Fähre habe ich im Voraus über die Internetseite der Fährgesellschaft gebucht.

Föhr liegt noch in morgendlicher Ruhe, als wir mit unserem Wohnmobil über die Insel zum Stellplatz in Utersum tuckern. Wir parken unseren Bus in einer der neu eingerichteten Parkbuchten. Mit uns stehen etwa 20 andere Wohnmobile auf dem Platz. Bis zum Strand  sind es nur ein paar Schritte, und das Tagesticket kann man einfach am Automaten ziehen – wunderbar unkompliziert! Auch ganz schnell zu Fuß erreichbar ist das gemütliche Strandrestaurant Sehliebe, von dem man einen traumhaften Blick auf das weite Meer hat. Die Brise trägt den Duft der Nordsee über den Deich. Wir schwingen uns auf unsere Fahrräder und gehen auf Entdeckungstour.

Kult: Café Stelly's Hüüs auf Föhr

Kult: Café Stelly’s Hüüs auf Föhr © Kati Vollmers / TA.SH

Unser Weg führt von Utersum über Süderende, Oldsum und Dunsum. Kleine Friesenhäuser reihen sich in Oldsums Kopfsteinpflaster-Gassen aneinander. In Dunsum verlockt das Café Stelly’s Hüüs zum Anhalten. Zwischen Deko aus vergangenen Jahrzehnten genießen wir Kaffee und Apfelkuchen. Urig hier. Nach der Inseltour führt uns der nächste Ausflug an den Strand.

In der friesischen Karibik lässt es sich wunderbar kiten und surfen

In der friesischen Karibik lässt es sich wunderbar kiten und surfen © Kati Vollmers / TA.SH

In der Nähe des Stellplatzes liegt die Surfschule Westend Surfing, die neben Surfunterricht auch Stand-Up-Paddling Kurse anbietet. Unbedingt mal ausprobieren!

 

Die Fährüberfahrt von Föhr nach Amrum dauert nur eine Stunde

Die Fährüberfahrt von Föhr nach Amrum dauert nur eine Stunde © Kati Vollmers / TA.SH

Am Nachmittag bringt uns die Fähre von Wyk auf Föhr nach Amrum. Beim Anlanden bietet sich ein einmaliger Blick aus unserem Fahrerhaus, als sich die Bugklappe des Schiffes bereits einige Meter vor Wittdün öffnet.

Der Campingplatz auf Amrum liegt mitten in den Dünen in der Nähe des Anlegers. Gleich machen wir uns auf den Weg zum Kniepsand. Wind, Wolken, Sonnenstrahlen und Sand, soweit das Auge reicht.

Strand, soweit das Auge reicht!

Strand, soweit das Auge reicht! © Kati Vollmers / TA.SH

Mit den Fahrrädern brechen wir auf zur 20-Kilometer-Rundtour . Der erste Streckenabschnitt führt durch einen Wald, wo der Wind von uns ablässt. Hier und da kreuzt ein Fasan unseren Weg. Angekommen in Norddorf, probieren wir im Café Schult  einen Pharisäer, das Nationalgetränk der Friesen, aus Kaffee mit Rum unter einer Sahnehaube. Mit Wärme im Bauch und reichlich Rückenwind rollen wir an der Ostküste der Insel Richtung Wittdün. Der rote Leuchtturm Amrums weist uns den Weg. Zurück im Wohnmobil klettere ich ins Hochdach und genieße eine Auszeit mit Buch und Kuscheldecke. Das Beste ist der Ausblick aus dem Dachfenster auf den Amrumer Leuchtturm, der in der Dämmerung langsam zu blinken beginnt. Ich hoffe, dass das Wetter mitspielt und wir am nächsten Morgen vor der Abreise den Leuchtturm besteigen können.

Verlängertes Wochenende: Einmal durchpusten lassen, bitte!

Verlängertes Wochenende: Einmal durchpusten lassen, bitte! © Kati Vollmers / TA.SH

Tatsächlich hat sich die Sonne am Morgen den Weg durch die Wolken gebahnt. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein grandioser 360 Grad Blick über Amrum, Föhr und die umliegenden Halligen – ein wunderbare Inselwelt!

Auf dem Blog cruisingcampersblog.de findet ihr noch mehr Erlebnisberichte zum Thema Camping und Stellplatz-Tipps, Campingideen und -Rezepte und vieles mehr.

3 Antworten

  1. hallo Kati,
    ein schöner Artikel; da schlägt mein Abenteuer-Reiseherz doch gleich viel höher! :) Ich finde es auch toll, mit dem Wohnmobil zu verreisen, weil man da einfach so ungebunden, günstig und spontan sein kann. Wir sind mal mit unserem Wohnmobil von Österreich bis in den Stiefel Italiens ans Meer gefahren, das war auch ein tolles Erlebnis…
    Liebe Grüße aus Seis

    • Gerdi

      Hallo Lena, schön das Dir unser Artikel gefällt:-) Da hattet ihr aber auch eine schöne Tour im Süden! Hoffe ihr besucht uns auch mal in Schleswig-Holstein? Schöne Stellplätze und Strände sind vorhanden. Liebe Grüße! Gerdi

  2. Wir waren letztes Jahr mit dem VW Bus unterwegs durch ganz Dänemark. Es ist einfach toll so ungebunden entscheiden zu können, wohin man fährt. Irgendwo findet man schon einen Campingplatz zum übernachten.

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