Wie die Adria: Ein Badeausflug an die Lübecker Bucht

Gastbloggerin entspannt einen Tag am Meer

„Das ist ja fast wie an der Adria“, sind unsere italienischen Freunde begeistert, als wir vorne an der Strandpromenade ankommen. Es ist ein herrlicher Sommertag bei fast 30 Grad, vor uns liegt wunderschön die Ostsee. Die Sonne strahlt von einem wolkenlosen blauen Himmel. Das Wasser glitzert. Etwas weiter vorne im Meer ankern ein paar Yachten.

Am Ostseestrand in Scharbeutz ist bei diesem Wetter einiges los. Die Strandkörbe sind besetzt, dazwischen Handtücher und Strandmatten, geschützt von bunten Sonnenschirmen. Ein Sommertag am Meer – was liegt näher, bei solchen Temperaturen?

Wir sind gerade aus Hamburg angekommen. Meist nehmen wir den Zug, denn mit der Bahn ist es nur ein Katzensprung bis an die Ostsee. Strandtasche packen, am Hauptbahnhof in den Zug steigen und in einer guten Stunde sind wir am Meer. Travemünde Strand als Zielhaltestelle klingt an solchen Sommertagen immer wie eine Verheißung.

Auch perfekt für einen langen Spaziergang am Meer: der Strand in Scharbeutz © Britta

Perfekt für einen langen Spaziergang am Meer: der Strand in Scharbeutz © Britta Meyer

Heute haben wir uns für Scharbeutz entschieden – und was will man mehr, als italienische Freunde, die sich direkt auf den ersten Blick in mein Lieblingsmeer verlieben? Hier an der Lübecker Bucht reiht sich ein Ferienort an den nächsten, viele sind durch lange Sandstrände miteinander verbunden.

Das haben wir bei unserem letzten Ausflug vor einigen Wochen ausgenutzt und sind am Wasser entlang bis nach Timmendorfer Strand gelaufen. Das dauert ungefähr eine gute Stunde, vorbei an der Ostseetherme und den Sanddünen. Unterwegs ist uns sogar ein Promi über den Weg gelaufen: Udo Lindenberg. Der Panikrocker ist Dauergast am Timmendorfer Strand.

: Das Denkmal für Udo Lindenberg steht das ganze Jahr über am Timmendorfer Strand – und manchmal ist auch der Original-Panikrocker da  © Britta

Das Denkmal für Udo Lindenberg in Timmendorfer Strand – manchmal ist auch das Original zu Besuch © Britta Meyer

Grund genug für die Gemeinde, ihm ein fast lebensgroßes Denkmal zu setzen. In der Fußgängerzone haben wir von unserem Platz auf der Terrasse vom Café Engels-Eck noch das Treiben beobachtet und dann den Bus zurück genommen.

Heute nun ein relaxter Sonnentag am Wasser… Wir ergattern zwei Strandkörbe ganz vorne, Korb am Meer steht drauf. Und dann geht’s los mit dem „dolce far niente“. Die kleine Tochter unserer Freunde ist mit den Nachbarskindern losgezogen und baut Sandburgen, ihre Mami hat sich ein Buch geschnappt, die beiden Männer dösen in der Sonne und ich beobachte die Menschen um uns herum.

Bei fast 30 Grad ist ziemlich bald die erste Abkühlung nötig. Die Ostsee ist jetzt am Anfang des Sommers noch frisch, genau das Richtige bei den Temperaturen. Unsere italienischen Freunde sind anfangs noch etwas skeptisch, nach kurzem Zögern sind aber auch sie im Meer und wollen später nicht mehr raus.

Korb am Meer © Britta

Korb am Meer © Britta Meyer

Die neu gestaltete Scharbeutzer Dünenmeile ist quasi wie gemacht für einen Abendspaziergang am Meer. Wir laufen zuerst die Seebrücke entlang und nehmen uns für’s nächste Mal eine Ostseerundfahrt mit einem der weißen Seebäderschiffe vor.

Dann bekommen wir aber doch langsam so richtig Hunger – und entscheiden uns für eines der Restaurants vorne in den Dünen. Die Karte im Café Wichtig sieht gut aus, für uns steht zum Abschluss aber Fisch auf dem Programm. Mein Tipp: Gosch. Jeder kann aussuchen, was er mag, der Fisch kommt frisch auf den Grill – und der Ausblick auf die Ostsee und den Strand in der Abendsonne sind einfach ein perfekter Abschluss für unseren Tag am Meer.

Ihr wollt mehr von unserer Gastbloggerin Britta Meyer erfahren? Dann schaut doch einfach auf ihrem Reiseblog My Happy Places vorbei.

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